Panama - das Paradies für Steueroptimierer - ideal für Unternehmer

Panama - Das Paradies für Steueroptimierer

Geographische Lage Panamas

Panama ist ein Land in Mittelamerika, das im Norden an das Karibische Meer und im Süden an den Pazifischen Ozean grenzt. Östlich grenzt Panama an Kolumbien und westlich an Costa Rica. Es ist bekannt als die Landbrücke, die Nord- und Südamerika miteinander verbindet.

Der Panama-Kanal, eine künstliche Wasserstraße, verbindet den Atlantik mit dem Pazifik und ist ein herausragendes geographisches sowie ingenieurtechnisches Merkmal des Landes. Durch seine strategische Lage wurde Panama ein wichtiger Knotenpunkt für Handel und Transport, insbesondere mit der Eröffnung des Panama-Kanals im Jahr 1914, der eine kritische Verbindung für den internationalen Schiffsverkehr darstellt.

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Wirtschaftliche Fakten und Prognosen in Panama

Im Jahr 2022 belief sich das geschätzte BIP von Panama auf etwa 71,97 Milliarden US-Dollar. Es wird erwartet, dass dieser Wert im Jahr 2023 auf etwa 77,26 Milliarden US-Dollar ansteigen wird. Diese Daten präsentieren die wirtschaftliche Entwicklung Panamas von 1981 bis 2021, mit Prognosen bis ins Jahr 2028.

Von 2023 bis 2028 soll das BIP von Panama voraussichtlich kontinuierlich um 26,8 Milliarden US-Dollar oder 34,69 Prozent anwachsen. Schätzungen zufolge wird das BIP im Jahr 2028 rund 104,02 Milliarden US-Dollar betragen.

Das Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP, ist der Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen, die in einem Jahr innerhalb der Landesgrenzen produziert werden und für den Endverbrauch bestimmt sind. Dieser Wert ist ein entscheidender Maßstab für die ökonomische Potenz eines Staates. Das nominale BIP bezieht die Entwicklung der Preise mit ein und dessen Variation wird häufig als wirtschaftliche Expansion interpretiert.

Besonderheiten des Steuersystems für ausländische Unternehmer

Territoriales Steuerprinzip

Panama verfolgt ein territoriales Steuersystem, was bedeutet, dass nur Einkommen, das innerhalb Panamas erzielt wird, besteuert wird. Einkommen aus Quellen außerhalb Panamas ist steuerfrei. Und schon erklärt sich dieser Titel des Beitrages Panama – Das Paradies für Steueroptimierer.

Unternehmensgründung

Offshore-Unternehmen: Ausländische Unternehmer haben die Möglichkeit, Offshore-Unternehmen zu gründen, die keine Steuern auf Einkünfte außerhalb Panamas zahlen müssen.

Freihandelszonen: Es gibt spezielle Freihandelszonen wie die Colon Free Zone, in denen Unternehmen steuerliche Vergünstigungen genießen können.

Besteuerung von Dividenden

In der Regel werden Dividenden mit einer Quellensteuer von 10% besteuert. Für Unternehmen in Freihandelszonen kann dieser Satz jedoch niedriger sein.

Doppelbesteuerungsabkommen

Panama hat Doppelbesteuerungsabkommen mit einigen Ländern abgeschlossen, um die Doppelbesteuerung von Einkommen zu vermeiden und um Steuerhinterziehung zu bekämpfen.

Reporting und Compliance

Unternehmen müssen regelmäßig Finanzberichte und Steuererklärungen einreichen. Die Einhaltung der lokalen Steuervorschriften ist entscheidend, um Strafen zu vermeiden.

Ausländische Unternehmer finden in Panama ein günstiges Steuerumfeld vor, insbesondere wenn sie Geschäfte außerhalb des Landes tätigen. Die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und eine sorgfältige Planung sind jedoch unerlässlich.

Offshore-Firmen

Eine Offshore-Firma in Panama, oft auch als “Sociedad Anónima” (Anonyme Gesellschaft) bezeichnet, ist eine Art Unternehmen, das in Panama registriert ist, aber seine Geschäftstätigkeit hauptsächlich oder ausschließlich außerhalb des Landes ausführt. Diese Unternehmen profitieren von einer Reihe von steuerlichen und regulatorischen Vorteilen, die Panama bietet. Hier sind einige charakteristische Merkmale und Aspekte einer Offshore-Firma in Panama:

Gründung und Registrierung

  1. Gründungsdokumente
  • Gesellschaftsvertrag: Grundlegende Dokumente, die die Statuten und die Struktur des Unternehmens festlegen.
  • Registrierung: Das Unternehmen muss bei der „Registro Público“ (Öffentliches Register) in Panama eingetragen werden.
  1. Aktionäre
  • Anonymität: Die Identitäten der Aktionäre können privat bleiben, da Panama keine öffentliche Offenlegung der Aktionärsinformationen vorschreibt.
  • Aktien: Das Unternehmen kann nominelle Aktien ausgeben, die den Besitzer nicht öffentlich identifizieren.

Betrieb und Management

  1. Vorstand
  • Zusammensetzung: Der Vorstand muss mindestens aus drei Direktoren bestehen, die nicht unbedingt Aktionäre sein müssen.
  • Sekretär und Schatzmeister: Diese Positionen können von den Direktoren oder anderen Personen besetzt werden.
  1. Geschäftsführung
  • Geschäftsführer: Es ist nicht erforderlich, dass der Geschäftsführer oder andere leitende Angestellte in Panama ansässig sind.
  • Treffen: Vorstandstreffen können überall auf der Welt stattfinden.

Steuerliche Vorteile

  1. Territoriales Steuersystem
  • Besteuerung: Einkünfte, die außerhalb Panamas erzielt werden, sind von der Einkommensteuer befreit.
  • Keine Doppelbesteuerung: Panama unterhält Doppelbesteuerungsabkommen mit vielen Ländern, was die Gefahr der Doppelbesteuerung verringert.
  1. Weitere Steuervorteile
  • Keine Dividendensteuer: Auf Dividenden, die aus Einkünften außerhalb Panamas gezahlt werden, wird keine Steuer erhoben.
  • Keine Kapitalertragsteuer: Keine Besteuerung von Kapitalgewinnen, die außerhalb Panamas realisiert werden.

Rechtliche Sicherheit

  1. Stabilität
  • Rechtssicherheit: Panama bietet eine stabile rechtliche und politische Umgebung, die das Geschäftsklima begünstigt.
  • Datenschutz: Hohe Standards im Bereich Datenschutz und Vertraulichkeit.
  1. Compliance und Due Diligence
  • Compliance: Unternehmen müssen bestimmten Compliance-Anforderungen und Due-Diligence-Prozessen genügen, um Missbrauch zu verhindern.

Panama Papers und trotzdem bleibt Panama - Das Paradies für Steueroptimierer

Die Panama Papers beziehen sich auf ein massives Datenleck, das im April 2016 öffentlich gemacht wurde, wobei vertrauliche Dokumente von der panamaischen Rechtsanwaltskanzlei Mossack Fonseca an die Öffentlichkeit gelangten. Dieses Leck enthüllte umfangreiche Informationen über Offshore-Unternehmen und die damit verbundenen Personen, einschließlich vieler prominenter Persönlichkeiten. Hier sind einige Schlüsselinformationen zu diesem Ereignis:

  1. Entstehung und Umfang des Lecks
  • Umfang des Lecks: Über 11,5 Millionen Dokumente, die rund 2,6 Terabyte Daten umfassen, wurden durch das Datenleck offenbart.
  • Zeitraum: Die Dokumente umfassten Informationen über einen Zeitraum von fast 40 Jahren, von 1977 bis 2016.
  • Enthüllung: Die Dokumente wurden von einem anonymen Whistleblower an die deutsche Zeitung „Süddeutsche Zeitung“ weitergegeben, die dann mit dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) zusammenarbeitete, um die Daten zu analysieren.
Panama Papers einfach erklärt
  1. Inhaltliche Schwerpunkte
  • Offshore-Gesellschaften Die Dokumente enthielten Details zu mehr als 214.000 Offshore-Gesellschaften, die von der Kanzlei Mossack Fonseca registriert wurden.
  • Prominente Persönlichkeiten: Viele prominente Persönlichkeiten, einschließlich Politiker, Prominente und Sportler, waren in den Dokumenten genannt, oft in Verbindung mit Offshore-Konten und -Unternehmen.
  • Verdächtige Transaktionen: Die Papers zeigten eine Vielzahl von Transaktionen auf, die als potenzielle Geldwäsche oder Steuerhinterziehung interpretiert werden könnten.
  1. Auswirkungen und Reaktionen
  • Globale Reaktion Die Enthüllung führte weltweit zu einem Aufschrei und forderte die Regierungen auf, gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche vorzugehen.
  • Rücktritte und Untersuchungen: Infolge der Veröffentlichungen traten einige prominente Persönlichkeiten zurück und zahlreiche Länder leiteten Untersuchungen ein.
  • Reformen Das Datenleck führte zu einer verstärkten Forderung nach Reformen in Bezug auf Offshore-Finanzplätze und die Notwendigkeit einer transparenteren Regulierung von Finanztransaktionen.
  1. Kritik und Kontroverse
  • Datenschutz Es gab auch Kritik an der Verletzung des Datenschutzes und der Vertraulichkeit durch das Leck.
  • Legalität der Offshore-Gesellschaften: Während viele der in den Dokumenten beschriebenen Aktivitäten legal waren, warfen sie doch Fragen zur ethischen Vertretbarkeit von Offshore-Finanzgeschäften und Steueroasen auf.
  1. Nachspiel
  • Gesetzliche Änderungen: Infolge des Skandals haben viele Länder ihre Gesetze verschärft, um Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu bekämpfen.
  • Erhöhte Transparenz: Die Veröffentlichungen führten zu einer verstärkten Bewegung für mehr Transparenz in der globalen Finanzwelt.

Die Panama Papers stellten eine der größten Enthüllungen in Bezug auf Offshore-Finanzierungen und Steueroasen dar und hatten weitreichende Auswirkungen auf die globale Diskussion über Transparenz und Fairness im Finanzsystem.

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